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Fahrradtour auf dem Elberadweg von Bad Schandau nach Decin

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Der Elberadweg elbaufwärts, Blickrichtung Decin

Wenn Sie im Elbsandsteingebirge Ihren Urlaub verbringen und eine Radtour auf dem Elberadweg machen möchten, müssen Sie nicht selbst Fahrräder mitbringen. Über die Kurverwaltung Bad Schandau können Sie Fahrräder ausleihen, oder die Firma "Peers Bike-Adventures" bringt die Fahrräder zu Ihnen und holt sie auch wieder ab. Diesen Service können Sie telefonisch anfordern, wenn Sie angereist sind, oder Ihr freundlicher Vermieter erledigt das schon vorab für Sie.

Für den Ausflug empfiehlt es sich im Hochsommer, Getränke mitzunehmen. Es gibt auf dem ruhigen Elbe-Radweg in Richtung Tschechien nicht allzu viele Gaststätten oder Einkaufsmöglichkeiten, vor allem in Tschechien. Bei großer Hitze kann die Strecke von Elbbogen zu Elbbogen recht lang werden. Auf dieser Seite der Elbe hat der Radfahrer Ruhe und Natur pur, während auf der anderen Elbseite der Straßenverkehr zur tschechischen Grenze entlanggeführt wird. In Deutschland wird diese Straße als B172 bezeichnet, in Tschechien heißt sie 62. Lediglich die Bahnlinie sorgt neben dem Elberadweg ab und zu für etwas Unruhe. Der Ausweis oder Reisepass sollte trotz (oder gerade wegen) des Schengener Abkommens nicht vergessen werden ! Grenzkontrollen gibt es nicht mehr, aber es gibt -ganz selten- Stichprobenkontrollen der Bundespolizei und der Tschechischen Polizei.

Natürlich fahren wir beim Start unserer Route in Bad Schandau elbaufwärts, der Strömung des Flusses entgegen. Als Startpunkt wählen wir den Bahnhof Bad Schandau. Nach 2,5 Kilometern erreichen wir den Fähranleger in Krippen. Hier befinden sich mehrere Gaststätten, Hotels und Cafes für einen ersten kurzen Halt: Das Hotel Erbgericht, das Hotel Grundmühle, die ferienwohnungen "Elbaussicht Krippen" mit dem Terrassencafe und die Vereinsgaststätte "Kegelbahn". Am Ortsausgang von Krippen liegt das bekannte Gasthaus "Ziegelscheune" mit seinem Biergarten, während links, auf der anderen Elbseite, die Postelwitzer Steinbrüche und der Falkenstein zu sehen sind. Wer jetzt noch nicht hungrig oder durstig ist, kann sich die Einkehrmöglichkeiten schon mal für den Heimweg vormerken. Nun werden die Abstände zwischen den besiedelten Gebieten größer. Am Bahnhof und der Fähre in Schöna haben wir 7,5 Kilometer in den Beinen und fahren weiter elbaufwärts.

Der Grenzverlauf ist nicht auf beiden Elbseiten gleich. Nachdem wir den mittlerweile verlassenenen Grenzübergang in Schmilka auf der anderen Elbseite passiert und längst hinter uns gelassen haben, befinden wir uns auf dieser Elbseite immer noch auf deutschem Territorium.

Vom Elberadweg haben wir einen guten Blick auf das erste tschechische Dörfchen namens Hrensko auf der anderen Elbseite. Früher war der Ort als Herrnskretschen bekannt.  Er liegt in einem engen, schluchtigen Seitental der Elbe. Die Straße führt zum berühmten Prebischtor, auch als Felsentor Hrensko oder Pravèická brána bekannt. Es ist von der Elbe aus nicht sichtbar, aber immerhin 16 Meter hoch und etwa 30 Meter lang. Apropos Meter: Wir haben jetzt etwa 9,5 Kilometer hinter uns gelassen.

Wir erreichen den Grenzübergang für Wanderer. Er ist unscheinbar und meist unbewacht, mitten in der Landschaft. Es ist kaum zu glauben, daß hier bis vor kurzem eine geschlossene Staatsgrenze war. Als grobe Orientierung dienen der Torbogen einer Eisenbahnbrücke und eine Ansiedlung mit wenigen Gebäuden. Mehrere nachträglich errichtete, grüne Säulen und eine Stele mit tschechischen Nationalfarben zeigen, dass man nun die Tschechische Republik betritt.

Wenig später, nach 13 Kilometern Gesamtstrecke, erreichen wir den ersten tschechischen Ort: Dolny Zleb. Dolny Zleb ist bereits in Decin eingemeindet. Früher hieß der Ort Niedergrund. Links oben, auf den Höhen der gegenüberliegenden Gipfel, kann man bei guter Sicht das "Beldevere" entdecken. Dolny Zleb hat eine Autofähre zur anderen Elbseite, weil es hier keine Brücke gibt.

Die Elbe windet sich hier in weiten Bögen durch das Elbtal, welches auf beiden Seiten von dicht bewaldeten Gipfeln geformt wird. (Foto). Nach etwa 17,5 Kilometern und einer links-, rechts-, links-Biegung der Elbe erreichen wir den Ort Postredni Zleb. Bei 18 Kilometern erscheint auf der anderen Elbseite das Örtchen Loubi. Ein weiterer Rechtsbogen der Elbe, und wir können die Hafenanlagen von Decin erkennen. Bei ziemlich genau 20 Kilometern Fahrtstrecke erreichen wir eine Eisenbahnbrücke, welche schräg durch die Elbe gebaut wurde. Sie verbindet den Deciner Elbhafen mit der Bahnstrecke.

Bei 21,5 Kilometern erreichen wir die erste Brücke in der Stadt Decin. Eine kleine Stadttour mit dem Rad ist empfehlenswert. Über der Stadt tront das bekannte Schloß (Zamek). Es soll um 1128 bereits existiert haben, wurde jedoch mehrfach neu gebaut. Durch die militärische Nutzung wurde das historische Interieur vollständig zerstört. Das Schloß kann besichtigt werden. Bemerkenswert ist auch der Rosengarten neben dem Schloß.

Decin wurde früher als Tetschen bezeichnet. Berühmt ist u.a der "Tetschener Altar" (Das Kreuz im Gebirge", ein Gemälde der Romantik von Caspar David Friedrich. Um dieses Gemälde jedoch sehen zu können, müssen wir wieder umkehren: Das Bild hängt in der Gemäldegalerie Dresden. Scherz beiseite, aber es wird wirklich allmählich Zeit für den Nachhauseweg.

Wer nun jedoch glaubt, der reichlich 20 Kilometer lange Heimweg sei leichter, weil es leicht bergab geht, irrt. Bei vielen Wettersituationen bläst der Wind das Elbtal hinauf, so dass man auch auf dem Heimweg kräftig treten muß. In Bad Schandau, am Ende unseres Ausfluges, haben wir etwa 45 Kilometer in den Beinen. Immerhin...

Informationen zu diesem Artikel:

Redakteur: Tino Bellmann
Erstellt: 29.07.2007
Aktuell: 02.08.2009
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